Geschichte des Krav Maga

Der Begriff Krav Maga tauchte erstmals 1948 in einem Dokument auf.

 

Geschichte vor 1948 – die Ursprünge des Krav Maga:

 

Da es immer wieder zu Überfällen durch syrische, arabische und ägyptische Muslime gegen jüdische Siedler kam, wurde schon lange Zeit vor der Gründung des Staates Israels einfache Kampfmethoden zur Verteidigung gegen die Übergriffe trainiert.

 

Ohne genauen Beleg welche Methoden, Taktiken und Techniken trainiert wurden, weiß man das 1919 die Haganah als Schutztruppe der jüdischen Siedler gegründet (durch Ze’ev Vladimir Jabotinsky) wurde.

 

Das Training der Haganah wurde 1941 in separate Einheiten aufgeteilt: Stockkampf, Bajonettkampf, Messerkampf, Boxen, Jiu-Jitsu und Judo / Ringen.

Jede Einheit wurde von eigenen spezialisierten Trainern unterrichtet, folgte aber einer einheitlichen methodischen Struktur. Als Überbegriff für diese Ausbildung wurde Kapap verwendet (Anmerkung – das damalige Kapap hat nichts mit dem heutigen Kapap zu tun).

 

Gershon Kofler, Maishel Horowitz, Yitzhak Shtibel und Menashe Harel waren die ersten Ausbilder, der ersten Kapap Trainerausbildung der Haganah im Januar 1941. Durch sie wurden die Grundlagen für das historische Kapap geschaffen. Krav Maga basiert auf das Grundstruktur des historischen Kapap (wie schon erwähnt – das historische Kapap hat nichts mit dem heutigen Kapap zutun).

 

Auch durch britische Hilfe wird im Mai 1941 die Pal’mach, als kämpfender Untergruppe der Haganah, gegründet. Maishel Horowitz wurde von Anfang an in die Pal’mach geholt um dort den Kampf mit dem kurzen Stock zu unterrichten.

Auch die Pal’mach bildet 1941 direkt Trainer aus.

Chief Instructor for physical Training wird Moshe Pinkel Zohar, er bleibt bis 1948 in dieser Funktion.

Nachdem die Pal’mach 1948 in die IDF überführt wird, setzt Moshe Pinkel Zohar sein Amt als erster Chief Instructor der IDF fort.

 

Imi Lichtenfeld wird durch Empfehlung 1942 in die Pal’mach geholt.

Er unterrichtet, als Kapap Instructor, Messerkampf, Boxen und Jiu-Jitsu nach dem Unterrichtssystem der Pal’mach von 1942 bis 1948.

 

Als im Mai 1948 der Staat Israel gegründet wird, ist es nötig die verschiedenen Kampfverbände neu zu organisieren. Die IDF wird ins Leben gerufen und alle Kampfverbände werden unter ihrem Dach zusammengefasst. Dazu wird der Dienst für Körperertüchtigung (Sherut Leifum Gufany) gegründet. Chef wird Moshe Pinkel Zohar. Zum gleichen Zeitpunkt wird die Schule für Training errichtet, mit  Mairom Avramson als Leiter.

Insgesamt unterrichten 11 Instruktoren an der Schule (Bahad 8), auch Imi Lichtenfeld gehört zum Trainerteam.

 

In den Dokumenten der Schule taucht erstmalig der Begriff Krav Maga auf (1948). Die Begriffe Krav Maga und Kapap bedeuten zu dieser Zeit das gleiche.

 

Geschichte ab 1948 – Krav Maga gibt es erstmalig als Begriff:

 

Imi Lichtenfeld soll schon vor 1948 durch seine Arbeit eine Veränderung des Unterrichtsprogramms von Stockkampf auf waffenlose Anwendungen beeinflusst haben, mithilfe von Jiu-Jitsu, Boxen und Ringen.

So wird Imi Lichtenfeld zwischen 1956 und 1958 leitender Instructor für den Bereich Körperertüchtigung und Nahkampf.

 

1963 verlässt Imi Lichtenfeld die IDF und unterrichtet fortan Krav Maga als erster Instructor an Zivilisten. Eli Avikzar trainiert ab 1964 bei Imi Lichtenfeld Krav Maga und Judo bei Amos Grinshpen und Gadi Skornic.

 

Schon 1965 beginnt Imi Lichtenfeld Anteile des Judo ins Krav Maga zu integrieren. Imi Lichtenfeld und Eli Avizar arbeiten gemeinsam am Aufbau des zivilen Krav Maga Programms.

Am Anfang war es so, dass die Grade im Krav Maga durch die Grade der Schüler im Judo festgelegt wurden. Bis 1968 gab es keine Graduierungen im Krav Maga.

 

Das Judo zu dieser Zeit ist nicht mit dem olympischen Judo von heute zu vergleichen, es entspricht eher dem heutigen Jiu-Jitsu und ist deutlich mehr auf Selbstverteidigung ausgerichtet.

 

1978 übernimmt Imi Lichtenfeld die Organisationsstruktur und das Graduierungssystem der Israeli Judo Association für seine Organisation, wieder unter Einfluss von Eli Avizar.

 

Imi Lichtenfeld ist somit der erste zivile Krav Maga Instructor! Darum haben wir auch einen extra Menüpunkt für ihn und sein Leben – siehe Imrich Lichtenfeld.

 

Nach Imi Lichtenfeld gibt es noch eine Vielzahl an IDF Ausbildern welche das Krav Maga der IDF, für zivile Personen, modifiziert haben. Hier einige Beispiele:

Eli Avikzar – Krav Magen

Boaz Avirem – Pure Krav Maga

Amnon Maor – Krav Maga Maor

Itay Gil und Ran Nakash sind einige der neusten Beispiele.

 

Quellen zu den historischen Abläufen und Zeiten: Hauptsächlich Übersetzungen von Noah Gross.

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